30.05.2006

Kinners, Kinners,

ich sitz hier mit ganz rotem Kopf, weil ich mich so über eure Kommentare gefreut hab’, vielen Dank!

Heute nehm’ ich auch mal wieder eine Wollschaffrage mit, nach langer Sendepause, irgendwie hatte ich nie Zeit oder gerade keine Lust oder nichts zu sagen auf die Frage… Aber jetzt:

 

Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 22/2006

Ich hasse Vernähen und mache das auch wirklich auf den allerletzten Drücker und kurz vorm Verschenken oder allerersten Anziehen. Wie vernäht Ihr Eure Stricksachen? Habt Ihr Tipps, um sich dies leichter zu machen? Oder seid Ihr auch so wie ich?


Na es geht. Ein großer Freund bin ich nicht, aber es gehört halt mit dazu. Wo es geht, vernähe ich die Fäden gleich, aber bei größeren Teilen erst nach dem Spannen. Darauf folgt nämlich immer die erste „große“ Anprobe und es könnte ja eine Ribbelaktion folgen und da will ich nicht erst noch Fäden entwirren.  Seitdem ich mit Matrazenstich, „Kitchener Stich“ (wie heißt der eigentlich auf deutsch?) und Three needle bind off hantiere, nähe ich die Teile deutlich lieber zusammen, weil die Naht dann auch meistens wirklich gut wird und ich sehe, dass sich die Mühe lohnt. Mein Tipp ist ganz simpel: Gleich machen.

Und hier werde ich heute meinen Abend verbringen:

 medium_spinnen9.2.jpg


Ja, ich habe endlich wieder ein Spinnrad in Aktion! Wally ist dieses Mal an der Reihe und ich verspinne darauf das graue Alpaka von Seehawer. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ich mich an diese edle Wolle wage und ich bin ganz angetan. Bloß fusselt es ganz schön. Wer genau hinguckt, sieht auf dem Sessel auch wieder etwas angeschlagen. Ich will mit dem Rest der Gummiwolle noch ein Top stricken (aber nicht das vom Twinset), sondern ganz einfach glatt rechts. Und da ich nicht genau weiß, wie lange ich mit dem übrigen Garn noch komme, habe ich einen provisorischen Anschlag gemacht und strick erst mal die oberen Partien ab kurz vor der Ärmelteilung.

@Corinna: Ich bin leider schon die Woche zuvor in der Pfalz zu einem Pflichttermin (Geburtstag) und kann deshalb gar nicht zu Wiebke :(

@Tanja: Das IST jetzt nicht wahr oder? Warum sagst du nix, du Nudel? ;) 

@Franziska: Liebend gerne :)

20:50 Veröffentlicht in Gesponnen , Gestrickt 2006 | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

25.03.2006

Mmmmmmhhhhhh

Was kann ein Samstagmorgen schön sein, wenn man einfach mal komplett frei nimmt. Keine Termine, kein Einkaufsstress, kein Putzen und kein Mann (der liegt noch im Bett und schläft). Nach den zwei heftigen letzten Wochen hab’ ich beschlossen, das Wochenende, das fast frei ist, ganz nach meinem Vergnügen zu gestalten. Und das sieht dann so aus: Ausgiebig frühstücken mit Kaffee und Zeitung, dann den letzten gesponnenen Strang der schottischen Multicolor wiegen, „registrieren“ und zum Knäuel wickeln, eine Maschenprobe stricken.

Ich habe jetzt exakt 875 Gramm versponnen, die LL bewegt sich bei rund 64m/50g, bis auf einen Strang, der mit 72m etwas dünner geworden ist. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

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Ich habe auch ein bisschen in meinen Heften geblättert. Aus der Wolle könnte eventuell Thistle werden (links), aber als Jacke. So lange ich noch am Sunrise Circle Jacket rumdoktore, habe ich ja noch Zeit genug, mich noch weiter in die Modellsuche zu vertiefen.

Das Sunrise-Rückenteil habe ich heute morgen auch angeschlagen, bei einer mal wieder ausführlicheren Blogrunde. Unglaublich, wie viel man verpasst, wenn man mal eine Woche quasi weg vom Fenster war. Schöne Sunrises sind schon fertig geworden. Und weil ich gefragt worden bin, ich hätte wohl beim Knitalong mitgemacht, aber ich habe es irgendwie nicht auf die Reihe gekriegt, mich anzumelden. Und nu ist die Jacke fast gestrickt, da macht es eigentlich auch keinen Sinn mehr.

Bald ist es dann endlich auch wettermäßig hoffentlich so weit, dass ich mich in meine geplanten Färbeaktionen stürzen kann. Eine wie ich finde genial-einfache Idee, wie man selbstringelnde Sockenmuster bekommen kann, habe ich bei der Blogtour auch gefunden, nämlich hier. Hat einer von euch schon mal von Warping Boards gehört? Wenn nicht, dann sind diese Links für euch eventuell von Interesse. Schaut doch mal hier, hier oder hier.
Mit diesen recht simplen und eigentlich für Weber gedachten Tools lassen sich wirklich lange Stränge einfach wickeln, ohne dass man sie quer durch die ganze Wohnung spannen muss. Ich denke, ich werde bei meinem nächsten Heimatbesuch meinem Vater so ein Brett in Auftrag geben. Da freut er sich bestimmt ;) Und jetzt gehe ich weiter auf Blogtour. Mal sehen, was ich noch so alles finde. Kommentieren habe ich allerdings schnell wieder aufgegeben, es gibt einfach zu viel neues!

12:39 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

26.01.2006

Wenn einer eine kurze Reise tut...

puhh, entweder bin ich nichts mehr gewöhnt oder extrem bequem geworden (falls da überhaupt ein Unterschied besteht ;). 18 Stunden dauerte am Dienstag mein Geschäftsausflug ins eisige Berlin und heute erst bin ich wieder 100% auf dem Damm….

Viel ist in der Zwischenzeit logischerweise nicht passiert, aber immerhin habe ich es gestern abend geschafft, den ersten Strang der Multicolor zu Zwirnen – und ich nehme alles zurück. Ich finde ihn wunderschön. Ja, Frau ist manchmal lernfähig… Mit knapp 70m/50gr LL zwar etwas robuster und „unförmiger“, als das ursprüngliche Bild im Kopf, aber daraus kann ich sicher eine schöne Jacke stricken. Was ganz einfaches, schlichtes, aber nicht glatt rechts, weil man da die Unregelmäßigkeiten noch deutlicher sieht. Vielleicht ein größeres Perlenmuster, heißt das so? In echt ist die Wolle übrigens noch um einiges dunkler. Zumindest habe ich die Farbsprengsel dieses Mal besser einfangen können.

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14:03 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

19.01.2006

Jetzt ist auch

das wirklich letzte meiner kürzlich gestarteten „Schenk-ich-mir-selbst“-Offensive eingetroffen. „Knitting on the edge“ hab’ ich ja schon, fehlte also noch das „over“:
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Ich finde dieses genau so toll wie das andere.

Da ich die letzten Tage unter extremer Entschlussunfreudigkeit gelitten habe, was ich als nächstes stricken soll, hab’ ich mich ans Spinnrad gesetzt. Nee, nee, nicht an Frau Jansen zu der gruseligen Multicolor, sondern an Wally. Dort läuft seit einiger Zeit schon das Experiment: „Ich spinne mein dünnstes Garn“. Dafür habe ich die letzten beiden Miniknäuel aus dem Mix von Wollknoll genommen. Aber ich sag’ euch, das dauert, bis eine Spule voll ist! Aber so langsam nähere ich mich dem Ende:
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Zum Vergleich hab’ ich mal ein Streichholz dazugelegt. Jetzt frage ich mich, ob ich dieses dünne Zeugs auch mit dem Louet verzwirnen kann, dann würde nämlich alles auf eine Spule passen……

Und heute abend darf auch ich hier schlemmen gehen, juchhu!

09:58 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken

30.12.2005

Wieder da

Seit gestern bin ich wieder zurück im Ländle. Die Tage zu Hause waren weitgehend erholsam und ich habe jeden einzelnen von ihnen voll genossen. Wiedersehen mit lieben Freundinnen waren die I-Tüpfelchen der „Heimattage“. Frau Janssen durfte mich begleiten und war rege im Einsatz. 500 Gramm „Rauwolliges Pommersches Landschaf“ wollten versponnen werden, ein Mitbringsel vom Seehawer- und Siebert-Ausflug. Ich wollte unbedingt mal im „Vlies“ spinnen – und bin glaub’ ich nun auch gleich wieder davon geheilt. Die Wolle war erwartungsgemäß rau und mit einigen Spreusel gesegnet, so dass das Spinnen, na ja, nicht soooo viel Spaß gemacht hat. Nun hängen die Stränge gerade im Bad zum Trocknen und duften wie eine ganze Schafherde ;) Für den Rucksack aus der Winter-IWK 2004, den ich mir damit strickfilzen will, ist sie aber hoffentlich gut geeignet.
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Ziemlich stolz bin ich auf meine selbstgefärbten, selbstgesponnenen und erstmals auch navajogezwirnten Stränge, mittlerweile schon gewickelt. Leider wollen sich die Farben partout nicht fotografieren lassen.
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Wally musste zwar zuhause bleiben, doch hab ich ihr eine neue Bremse mitgebracht, die mein Paps toll hingekriegt hat.
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Ich habe schon mal probegesponnen, doch die Bewährungsprobe kommt erst noch, wenn die Spule sich weiter füllt.

Und zuguterletzt hab’ ich noch Jaywalker-Socken angeschlagen, die mir super gefallen.
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Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Prosit Neujahr!

15:03 Veröffentlicht in Dies und das , Gesockt , Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

12.11.2005

Zicke

Seit Mittwoch zickt Wally blöd rum. Die provisorische Bremse leiert wohl langsam aus und hält nicht mehr richtig. So macht das Ganze keinen Spaß und dabei hab’ ich doch sooo schöne Wolle zum Verspinnen hier. Und Wally kann erst beim nächsten Heimatbesuch repariert werden –der steht aber erst an Weihnachten an L

Und das kommt heraus, wenn man Unerfahrenheit, Nichtkönnen und Zickentum zusammenbringt:

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Ich wollte eigentlich navajozwirnen …… ;) Ich glaub’, ich wart doch ab, bis mir das jemand direkt am Objekt zeigt.

Und in dieser Situation kommt natürlich prompt ein verlockendes Angebot angeflattert, von Conny übermittelt. Ein Ashford-Elizabeth steht zum Verkauf, mit einigen Extras wie großer Spinnflügel samt Spulen….. Recht günstig, soweit ich das beurteilen kann. Aber trotzdem noch eine Menge Holz, wo ich dieses Jahr doch gar keine großen Ausgaben mehr machen will/kann. Ich hab’ mir das Rad jetzt mal im Internet angeschaut. Es entspricht zwar nicht so ganz meinen Vorstellungen. vor allem hat es keinen Doppeltritt und eigentlich gefallen mir die (kleineren) Hochräder besser, aber wenn es sich so geschickt ergiebt???? Ich möchte es auf jeden Fall mal ausprobieren, dann sehe ich wohl klarer. Ich weiß, die Entscheidung kann mir keiner abnehmen, aber mich würde eure Meinung interessieren….

Und dann gibt es noch eine (fast)-Fertigstellung zu vermelden: Die ersten selbstgesponnen Socken wären theoretisch fertig, wenn mir am Ende nicht doch die Wolle ausgegangen wäre, zehn Reihen, nachdem ich mit der Spitzenabnahme angefangen habe.

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Und jetzt? Zurücklegen, bis ich irgendwann mal wieder bei Wollknoll bestelle? Einfach mit einer anderen Farbe weiterstricken?

12:22 Veröffentlicht in Gesockt , Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

29.10.2005

Spannende Sache

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400 Gramm Wolle hab’ ich zwar erst versponnen und doch hat diese Menge schon genügt, um die Eigenschaften einzelner Kardenbänder austesten zu können. Eine spannende Sache, finde ich. Jedes Mal, wenn ich ein neues Band nehme, bin ich voller Erwartung, was die nächste Spinnrunde wohl bringen wird. Insofern bin ich doch ganz glücklich darüber, dass ich bei der ersten Bestellung bei Wollknoll den Material- und nicht den Farbenmix gewählt habe, auch wenn ich es mehr als doof finde, dass die einzelnen Bänder nicht gekennzeichnet waren. Gerade bei den helleren Farben weiß ich gar nicht, was ich da eigentlich verspinne. Jetzt habe ich gerade ganz feine Merino in der Mache und ich bin ganz fasziniert, wie dünn die sich fast von alleine spinnt. Hier habe ich zum Vergleich mal ein Faden Sockenwolle dazugelegt.

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13:02 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

28.10.2005

Nicht so recht

klappen wollte gestern das Navajozwirnen. Ich hab' erst mal mit einer Konenwolle probiert und das sah richtig Sch... aus. Da hab' ichs lieber gelassen. Vielleicht kann mir jemand verraten, wie's richtig geht, auch, wie man anfängt?

Und dann hab' ich gestern überlegt, ob man Kardenband auch in der Mikro färben kann? Und ich hab's natürlich prompt ausprobiert. Allerdings hat mir das (Ostereier-)Farbe auftragen viel zu lange gedauert. Die Farbe ist gar nicht richtig aufgenommen worden. Auch hier hat mich dann nach kurzer Zeit die Geduld verlassen. Bunt gefärbte Bänder habe ich schon öfters gesehen, aber ich meine, gerade erst vor kurzem gelesen zu haben, dass man vorher kardieren muss?

09:40 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken

20.10.2005

Chaka!

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Und das Rad dreht sich weiter: Jetzt sind alle drei Spulen wirklich voll (rechts übrigens die bereits gezeigte, auf die ich noch den Rest der Brasil draufgepackt habe) und das Warten beginnt. Bevor nämlich meine Lieferung von Traub kommt, geht jetzt nichts mehr mangels Spulen.......

10:05 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

19.10.2005

Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 42/2005

Wenn sonst nichts geht, geht zumindest die Wollschaffrage:

Welches Modell aus einer deutschsprachigen Strickzeitschrift (Sabrina, Rebecca, Verena u.ä.) aus den Jahren 2004 und 2005 hast du schon nachgestrickt? Zeig mal!

Denn die Antwort ist kurz und bündig: Null, nada, nichts.

Auch könnte ich fragen: Stricken? Was ist das? Ich bin nämlich immer noch ausschließlich am Spinnrad zu finden, wenn ich mal abends zuhause bin, wie gestern etwa. Allerdings war die Spinnerei da recht ernüchternd. Die Wolle (es könnte eventuell die Brasil gewesen sein von Wollknoll) hat sich sowas von verzwirbelt. Obwohl ich die Bremse öffnete  und die Riemenspannung vom Rad ganz locker machte, hat sich der Faden sogar beim Aufwickeln auf der Spule noch verzwirbelt. Später ging es dann besser, aber ich weiß immer noch nicht, warum das so gar nicht ging ?????

19:52 Veröffentlicht in Gefragt , Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

17.10.2005

Das macht Spaß!

Gestern habe ich nicht mehr aufhören können mit spinnen. Endlich ist es mir gelungen, mit der nur notdürftig reparierten Bremse die Spannung richtig hinzubekommen, auch dann, als die Spule voller wurde. Bislang musste ich spätestens zu diesem Zeitpunkt immer aufhören, weil nix mehr ging. Entweder wurde mir der Faden regelrecht aus der Hand gerissen oder aber es zog überhaupt nicht mehr und der Faden verzwirbelte sich munter vor dem Einzugsloch. Aber jetzt hab’ ich den Dreh’ (hoffentlich auf Dauer) raus. Und meine erste, wohl gefüllte Spule ist fertig. Das sind 84 Gramm, also sind wohl noch locker 16 Gramm drin, oder?

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18:05 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

31.08.2005

Ich habe WOLLE gemacht

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Noch näher ran? Aber bitte!

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22:31 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken

29.08.2005

Zwangspause

Na so was! Zwei Tage lang hat Blogspirit gestreikt, jetzt geht's wieder und ist auch alles noch so wie's war,Gott sei Dank. Mit vereinten Kräften - denkt euch hier einen Umarmungssmiliy - haben wir Wally enträtselt, ein Danke gilt hier auch Alexandra, auf deren Handspinnen-Seite ich ein ähnliches Rad entdeckte und die mir meine Fragen bezüglich der Konstruktion prompt beantwortet hat.

Auch wenn mir die Antwort nicht besonders gut gefällt: Mein Rad hat eine Flügelbremse, bzw. sollte eine haben, denn die Bremsvorrichtung fehlt und muss repariert werden. Und zwar dringend! Denn seitdem ich die provisorische Verschnürung gelöst habe, krieg' ich es nicht wieder so hin wie vorher, sprich der Einzug ist mir komplett abhanden gekommen :( Ich habe gerade keine Idee, wie ich das dauerhaft Verbessern könnte und wie überhaupt so eine Flügelbremse für mein Rad aussehen soll. Meine Spinnerei ist also, kaum begonnen, schon wieder ausgebremst. Und da ich leider ein sehr ungeduldiger Mensch bin, ärgere ich mich darüber und kann meinen Finger kaum im Zaum halten, um mir ein neues, funktionierendes Rad zu bestellen.

09:40 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

26.08.2005

Blick von oben

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So, jetzt noch mal von oben. Man sieht jetzt gut die Spule, wo links die Antriebsschnur drüber läuft und unten dann das Antriebsrad mit zwei Rillen! Schon merkwürdig, was? Rechts das Ende des Spinnflügels, das in einer Einbuchtung liegt. Diese Einbuchtung ist mit Leder ausgelegt und dieses Leder reicht auch noch über das runde Ende drüber, da wo das eingekerbte Stück Holz drübergeklebt ist. Damit man’s besser sieht, habe ich in die Kerbe jetzt nur mal einen Nähfaden reingelegt. Ich habe übrigens noch mal an der großen Holzschraube rumgedreht und sie dieses Mal auch ganz reingedreht und siehe da, ganz am Ende bei den letzten Umdrehungen, hebt sich der rechte Holzarm, auf dem der Spinnflügel liegt, um etwa einen halben Zentimeter. Ist das dann doch meine Antriebsbremse? Das heißt, ich drehe zu, wenn ich mehr Spannung brauche, oder? Dann wäre die rechte Einbuchtung nur dazu da, denn Spinnflügel an Ort und Stelle zu halten? Ist das die Lösung? Die würde mir am besten gefallen, denn dann wäre ja alles paletti. :)

Ach, uns eines hatte ich noch ganz vergessen zu fragen. In meinem „Knecht“, also die Stange, die vom Trittbrett zur Achse führt, sind vier Löcher übereinander gebohrt, an der ich die Achse befestigen kann. Damit kann ich dann doch auch die Drehung beeinflussen. Wie und wann macht das denn Sinn?

Und nochmals vielen Dank, dass ihr mir so mit Rat und Tat zur Seite steht. Das finde ich ganz klasse von euch, Mädels!

15:50 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

Ich spinn'

Schaut mal:

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Das habe ICH gemacht! Ich fass’ es nicht, ich spinn’ tatsächlich.

Doch von vorne: Gestern abend habe ich mal wieder unter Beweis gestellt, dass Frauen im Gegensatz zu gewissen anderen Geschöpfen mehrere Dinge gleichzeitig tun können: Ich habe treten geübt und dabei zur Ablenkung Socken gestrickt und Fernsehen geschaut. Irritierte Blicke seitens meines Lieblingsmanns haben mich nicht davon abbringen können. Er hat dann irgendwann die Flucht ergriffen und ist in die Kneipe ;). Irgendwann waren dann die Socken fertig und ich hatte eigentlich auch genug vom „Luft“ treten. Was tun? Ich nahm’ meinen ganzen Mut zusammen, hab’ kurzerhand die Bremse (?) provisorisch geflickt, wie man auf dem Foto gut erkennen kann und losgelegt. Und was soll ich sagen? Es hat richtig gut funktioniert – so lange zumindest bis die Spule so voll war wie auf dem Foto zu sehen. Danach hätte ich theoretisch wohl die Spannung erhöhen müssen, weil sich der Faden nicht mehr gut einzog und sich statt dessen vorm Spulenloch aufzwirbelte. Praktisch ging das nicht, denn wenn ich den blauen Hilfsfaden fester zugeschnürt (und damit die Spule fester auf die Halterung gedrückt) habe, hat sich die Spule fast nicht mehr bewegt.

Frage an die Experten: Kann ich eigentlich die Spannung tatsächlich nur über die Bremse regeln oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Jetzt werde ich erst mal zum Arbeiten gehen und anschließend in den Baumarkt, weil ich mir eine Lazy Kate basteln will. Und heute abend widme ich mich wieder Walburga, kurz Wally. So habe ich mein Rädle nämlich getauft nach dem Vornamen der alten Frau, die mich vergangenes Wochenende so inspiriert hat, dass kurz danach bei ebay sämtliche Hemmungen vergessen waren.

09:54 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

01.06.2005

Auch treten will gelernt sein

Ein absolut kurzweiliger und schöner Nachmittag war das gestern! Sabine und Conny haben mich besucht und wir haben eine Menge zu erzählen gehabt - und zu erleben. Denn Conny hatte ihre beiden Spinnräder mit dabei und zeigte uns die ersten Schritte am Louet bzw. am Ashford Traditional. Sabine kam mit dem Traditional auf Anhieb klar und spann innerhalb kürzester Zeit fröhlich vor sich hin, als ob sie nie anderes getan hätte. Ich war schon vorher ganz baff gewesen, als sie mir ihre Handspindel zeigte, mit der sie absolut gleichmäßig und unheimlich dünnes Garn spinnt.
Nun und ich, na sagen wir mal, ein Naturtalent bin ich nicht gerade. Ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass Spinnen so schwer ist. Mein Respekt vor den Spinnerinnen ist nochmal um einige Grade gewachsen :)
Ich hatte schon Probleme mit dem gleichmäßigen, runden Treten. Beim Louet ging es noch, aber beim Traditional wollte mein Fuß des öfteren nicht das befolgen, was mein Kopf ihm befahl. Und als dann noch die Hände mit ins Spiel kamen, war's logischerweise schnell vorbei. Ich saß völlig verkrampft vor dem Rad und war völlig überfordert. Fazit: Wenn ich wirklich spinnen lernen will, muss ich als erstes Mal treten lernen. Vom Gefühl her dachte ich, dass ich mich mit dem Doppeltritt vielleicht leichter tun würde, oder ist das eine Milchmädchenrechnung?
Gewundert haben wir uns, dass das Louet eigentlich als Anfängerrad gepriesen wird, denn das Traditional fanden wir im Vergleich dazu richtig "gemütlich". Am Louet konnte ich zwar einigermaßen gut treten, aber "oben" hat es überhaupt nicht funktioniert.
Was mich am meisten gewundert hat ist, dass ich Ungeduldsmensch tatsächlich am späteren Abend, als Sabine und Conny gegangen waren, noch sämtliche Wolle, die ich noch aus Beuren hatte, versponnen habe. Und siehe da, es funktionierte auch wieder verhältnismäßig gut.
Heute morgen habe ich mir gleich Wollnachschub und eine bessere Spindel als mein klobiges Teil bestellt und werde jetzt erst mal brav mit der Hand weiterüben.

11:28 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken

26.05.2005

Ich hab's getan!

Heute war ich hier und habe das gemacht:

Spindel

Seltsamerweise hat das Spinnen auf Anhieb funktioniert und ich war tierisch stolz auf meinen schönen, einigermaßen gleichmäßig gesponnen Faden. Wieder zuhause, wollte ich gleich weiter machen - und es ging nicht mehr. Es waren nur noch Regenwürmer, die ich aus dem Band zog. GRRRR.
Jetzt hab' ich das Ding wieder weggepackt (merkt man, dass ich kein sehr geduldiger Mensch bin?).
Ich hoffe auf Dienstag. Dann kommen Sabine und Cornelia zum Mini-Treffen und Cornelia bringt ihre beiden Spinnräder mit....

17:38 Veröffentlicht in Gesponnen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken